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Tschüss ihr Leitbilder und Visionen

Es waren mal die großen Themen im Management: Leitbilder und Visionen. Jahrelang wurden wir darauf getrimmt, eben solche zu entwicklen, damit unsere Unternehmen besser funktionieren und sicher in die Zukunft steuern.  Stunde und Tage, Wochen und Monate wurden darauf verwendet, um Papiere mit Leitbildern zu erarbeiten. Visionen wurden ersonnen und stolz präsentiert. Berater haben sich eine goldene Nase damit verdient, uns erst die absolute Notwendigkeit solcher Management-Tools vor Augen zu führen und uns dann zeigen, wie man das wirklich macht.

Ich komme viel umher. Es gibt auch eine Menge Unternehmen, die viel Zeit, Kraft und Geld in das Entwickeln solcher Papiere gesteckt haben. Die Erfahrung zeigt aber, dass das alles zu einem großen Teil wenig gebracht hat. Die Visionen wurden auf Hochglanzpapier gedruckt und verstauben heute in den Schubladen der Chefs, die Leitbilder wurden auf Poster gedruckt und aufgehängt und machen Mitarbeiter eher wütend, als das sie motivieren würden.

Was …

Die Dynamik entscheidet

Unternehmen sind als komplexe Systeme ihrerseits Teil eines umfassenderen komplexen Systems. Darum ist es notwendig, eine klare Vorstellung vom Begriff Komplexität zu haben. 

Komplexität bedeutet, dass man viele Fakten über das Unternehmen und das Umfeld sammeln kann, aber auch viele Einflussfaktoren gar nicht erfassbar sind. Es bedeutet weiter, dass aufgrund der Vernetzung zwischen Menschen im Unternehmen und darüber hinaus, ein Netzwerk entsteht, das nur bedingt abbildbar ist. So gibt es in Unternehmen immer die Frage nach dem Organigramm, die wirklich wichtig ist, aber in gewisser Weise zum Führungsalltag auch im Widerspruch steht. 

Eines der Hauptkennzeichen von Komplexität ist die Dynamik. Ein Netzwerk ist ständig in Bewegung. Es bewegt sich insgesamt in bestimmte Richtungen. Diese Gesamtdynamik wird aber durch die Dynamik zwischen Menschen im Unternehmen erzeugt. Hier geht es um Einfluss, der nicht einmal formal gegeben sein muss. Es geht um Politik, Macht,  Interessen, um Gelegen…

Komplexität und ihre Nichtbeherrschbarkeit

Komplexität zu bewältigen, geht im eigentlichen Sinne nicht. Man kann Komplexität nicht beherrschen, nicht in den Griff bekommen. Man kann eine Menge tun, um in der Komplexität zu überleben und möglichst die eigenen Ziele zu erreichen. Aber sie lässt sich nicht  in den Griff bekommen. 

Darum bin ich für eine genaue Formulierung, wenn es um Komplexität geht: Man kann Komplexität nicht bewältigen. Sie ist immer ein paar Nummern zu groß. Sie lässt sich nicht beherrschen, nicht bewältigen, nicht in den Griff bekommen. 

Was man aber tun kann: In der Komplexität seinen Weg gehen. Un diesen Weg gehen, unter Beachtung von Komplexität. Das bedeutet eben, eine notwendige Flexibilität zu haben, Ziele zu setzen, die sich auch entwickeln können, Vereinfachen ohne zu Versimplifizieren und manches mehr.

Komplexität ist die Spielbedingungen, aber nicht die Spielregel. 

Für Unternehmerinnen und Unternehmer und Manager, eine bittere Erkenntnis. Das bedeutet nämlich, dass man alle Ansätze, die einem in Rede…

Zukunftsforscher sind auch nicht mehr das, was sie noch nie waren

Früher waren es die Wahrsager und die Sternendeuter an königlichen Höfen, die man zur Zukunft befragte. Dann kam die Moderne, die Aufklärung und die wissenschaftliche Revolution und man stellte fest, dass die Zukunft sich jeder Vorhersage entzieht. Also wurde es eng für alle Berufsgruppen, die sich mit Glaskugeln beschäftigten. Aber siehe da, ein wenig später tauchen sie wieder auf! Diesmal im Gewand des Forschers und des Wissenschaftlers. Es gibt heute keine Glaskugel und Beschwörungsformeln mehr. Dafür gibt es neue Titel und eine Menge Studien. Einer dieser Titel ist Zukunftsforscher. Was für eine Berufsbezeichnung!  Da wird man doch ein wenig stutzig, weil dieser Titel irgendwie die Erkenntnisse der Moderne übe den Haufen wirft. Scheinbar wird hier die Erforschung der Zukunft auf wissenschaftliches Niveau gehoben. Das ist aber nur auf den ersten Blick so. Im Grunde sind Zukunftsforscher in ihren Aussagen nicht über die Qualität von Wahrsagern hinausgekommen. Denn diese sagten imme…

Führen jenseits aller Trends

Hallo, mein Name ist Steffen Tom. Das ist mein erster Eintrag auf meinem neuen Blog.
Ich bin der Autor des bisher nicht geschriebenen Buches: Einfach nur Führen. Untertitel: Führen braucht keine Adjektive, keine Tiernnamen und auch keinen anderen Blödsinn.
Es wird ein ziemlich grundlegendes Grundlagenwerk zu den Themen Führen und Management.
Denn bei diesen beiden Themen lassen wir uns ständig jeden Mist einreden. Ein Beispiel? In dem Moment, wo es so langsam in unser Hirn sickert, dass man Komplexität nicht beherrschen und in den Griff bekommen kann, kaufen wir die Bücher und schauen die Videos und geben eine Menge Geld für Menschen aus, die uns sagen, wie man ein Unternehmen in drei Schritten zum Erfolg führt. Es können wahlweise auch 5 oder 7 Schritte sein. Mehr nicht. Wir glauben wirklich jeden Mist!
Mit meinem Blog möchte ich zum selber Nachdenken anregen. Mehr nicht. Weniger auch nicht! Denn ich bin der Meinung, dass man selber seinen Stil finden muss und nicht irgendwelchen Tr…